„Lieder vom Menschsein“:

Vinzent Binders Programm besteht aus Liedern mit Klavierbegleitung und darin

verpackten, humorvollen, satirischen Texten in feinstem Österreichisch. Diese

bleiben schon mal im Hals stecken, weil sie halt irgendwie wahr sind, so wie der

plötzliche Tod, oder chronische Dummheit, oder einfach nur gewisse körperliche

Gegebenheiten. Auf Umwegen über Gesellschaftskritik und politischen Irrsinn

werden viele Facetten des teils hirnentleerten Daseins durchleuchtet. Süßliche

Melodien verdecken die meist ironisch-bitteren Inhalte, die am Ende ja doch nur zum

Lachen sind. Das Menschsein als dünner roter Faden, der sich durchs Programm

zieht, sich manchmal als rotes Tuch erweißt, jedoch am Ende gnadenlos durchtrennt

wird. Und alles was bleibt sind die Worte „So schnö kauns geh“.

Steirerkrone:
„In seinen Songs findet er die perfekte Balance zwischen feiner Klinge und großen Pointen“

OÖ-Nachrichten:“Schenkelklopfer-Späße sind seine Sache nicht, wohl aber Humor mit
Tiefgang und das Lachen, das manchem Zuhörer im Halse stecken bleiben könnte“

Lebenslauf Vinzent Binder:

Geboren 1982 in Steyr wuchs Vinzent Binder in Sierning/Oberösterreich auf. Neben

verborgenen Talenten wie Fußballspielen und Brillentragen wurde er schon in

frühen Jahren auf seine Liebe zum Klavierspielen aufmerksam gemacht. Als sich

in seiner Jugendzeit das Piano in der Popularmusik jedoch in einem Beliebtheitstief

befand, und seine eigene Popularität aufgrund seiner herausragenden Lateinnoten in

Mitleidenschaft gezogen worden war, wechselte er zum Schlagzeug.

Auf diesem neuen musikalischen Weg gründete, trennte und reunionierte er

verschiedenste Musikgruppen aus Richtungen wie Rock, Jazz und Heavy Metal.

Als im Alter von 24 Jahren seine Bandscheiben verlauten ließen, er müsse das

Schlagzeugtragen aufhören, kamen aus ergonomischen Gründen nur mehr

Mundharmonika oder Mikrophon als Instrumente in Frage. Nachdem letzteres

gewählt wurde, versuchte sich Vinzent Binder zunächst als Schreihals in einer Heavy

Metal Band. Hier wurde bereits der Grundstein zu humorvollen und kritischen Texten

gelegt. Diese wurden jedoch aufgrund der unverständlichen Aussprache, welche

diese Musikrichtung verlangte, nur selten verstanden.

In all diesen Jahren durchlebte Vinzent Binder das Rockmusikerleben, wie man

es als Klassenstreber und Medizinstudent nur durchleben kann. Nachdem das

Medizinstudium abgeschlossen war, wurde im Alter von 26 Jahren der Versuch

gestartet, auf eine humorvolle und doch kritische Weise musikalisch zu vertonen,

was der mittlerweile gemäßigte Alltag ihm zu Denken aufgab. Das Piano wurde

wiederbelebt. Als sein daraus resultierendes Programm „Lieder vom Menschsein“

mit der gleichnamigen CD auf Anklang stieß, bewarb sich Vinzent Binder 2012 beim

26.Grazer Kleinkunstvogel, welchen er auch mit nach Hause nehmen durfte.

Share This